Wort des Pfarrers

von | Okt 11, 2020

Andacht aus dem Gemeindebrief April – Juni 2021

Fürchte dich nicht, denn ICH habe dich erlöst; ICH habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist MEIN!       Jesaja 43,1

Liebe Gemeindeglieder in Unterasbach mit Frickenfelden und Oberasbach mit Obenbrunn!

Der Jahreskreis hat sich nun geschlossen. Seit über einem Jahr leben wir mit dem Corona-Virus und leiden unter den Einschränkungen, den Erkrankungen und Todesfällen, der Angst und der Trauer, den Schäden und Verlusten, den Fehleinschätzungen und Unsicherheiten sowie der Frage, wann und wie wir aus dem allen wohl wieder herauskommen werden. Weil es so wenig gesicherte Fakten gibt, haben Unheilspropheten zurzeit leichtes Spiel. Eine schlechte Prognose verkauft sich in den Medien gut. Ob sie sich hinterher als berechtigt herausstellt, interessiert dann meist kaum noch jemanden. Weil unser Leben auf dieser Welt nur allzu schnell bedroht ist, ist die Angst der Menschen zu einem der wirksamsten Faktoren in der Politik geworden.

Vor einem Jahr haben wir sehr traurig erleben müssen, dass wir uns am Osterfest nicht in unseren Kirchen zum Gottesdienst versammeln durften. Ostern 2020 fand in den Hausgemeinschaften und in den Medien statt. In Bibellese und Gebet, in Radio- und Fernsehgottesdiensten oder Live-Streams haben wir den Blick über unsere menschlichen Probleme hinaus auf den auferstandenen Herrn Jesus Christus gewagt. Das hat uns Mut gemacht und Kraft geschenkt. Und doch ist die christliche Gemeinde nicht denkbar ohne die Versammlung der Glaubenden vor Ort, in der Kirche, in der Gemeinschaft, in die der Auferstandene unsichtbar aber wirksam hineinkommt. Von daher ist es eine große Freude, dass wir in diesem Jahr (so wie es heute aussieht), die Ostergottesdienste in unseren Kirchen in Unterasbach und Oberasbach feiern können!

Und wir haben in der Tat etwas zu feiern! Der lebendige Gott zerbricht an Ostern den Tod und verkündet Seiner Gemeinde, dass nun nicht mehr die Angst das bestimmende Grundgefühl des Lebens ist: „Fürchte dich nicht!“ Das ist weder eine Floskel noch ein psychologischer Impuls, sondern das ist die Verheißung eines ganz neuen Lebensraumes, den Gott im Jesajabuch dreifach begründet:

  1. „Fürchte dich nicht, denn ICH habe dich erlöst.“

Man sagt, der moderne Mensch würde das heute nicht mehr verstehen, er habe ganz andere Probleme. Wirklich?

Wenn ich nachlese, was die Bibel über den Menschen zu sagen hat, dann finde ich zuerst, dass er zum Bild Gottes erschaffen ist. Mann und Frau sind ein Abbild Gottes und zur Gemeinschaft mit IHM geschaffen. Das ist paradiesisch schön und grenzenlos harmonisch. Aber leider blieb es dabei nicht. Der Mensch hat sich vom Gehorsam gegenüber Gott gelöst und sich selber unter die Sünde verkauft. Der Apostel Paulus gibt dafür nicht einfach Adam und Eva die Schuld, sondern bekennt ehrlich seine Verlorenheit: „Ich bin fleischlich, unter die Sünde verkauft“ (Römer 7,14). Wie ein Sklave hänge ich an dem, was mich zerstört, bis ich das Erbe antreten muss, das auf die Sünde folgt, und das ist der Tod. Befreiung aus eigenen Kräften: unmöglich!

Aber an Ostern hat ein anderer gehandelt: Gott der Vater hat den für meine Sünde gekreuzigten Herrn Jesus Christus aus dem Grab auferweckt. Jesus kehrte zurück zu Seiner göttlichen Allmacht und Würde. Und mich hat ER erlöst im vertrauensvollen Glauben an IHN. Das Wort im hebräischen Urtext bedeutet, dass Jesus mich losgekauft hat, mich freigekauft hat von der Sünde, so wie ein antiker Sklave durch einen Gönner von seinem Elend befreit werden konnte.

Gott erlöst. ER kauft Sein Volk Israel zurück aus der Verbannung in Babylon, von der Jesaja schreibt. ER kauft die Menschen aller Völker aus der Gottesferne und Verlorenheit zurück in das Leben der heilsamen Gemeinschaft mit IHM. Das ist Ostern! Das ist Leben aus dem Tod! Das ist Leben mit Zukunft und Ewigkeit! Das ist die Botschaft, die Gott als Evangelium verkündigen lässt, damit wir nicht mehr in der Angst sitzen und Trübsal blasen, sondern auf SEIN Heilswerk schauen, auf SEIN Heilswort vertrauen und SEINE Heilswege mitgehen!

Wo wir Ostern feiern, da trifft Gottes Leben auf unsere Todesangst und Todeswirklichkeit. Es entsteht neuer Raum für echtes Leben:

  1. „ICH habe dich bei deinem Namen gerufen.“

Bei Gott bin ich nicht als Datensatz gespeichert, habe ich keine Nummer und bin nicht einer unter vielen. Gott ruft mich mit meinem Namen. Weil ich nach Seinem Bild geschaffen bin und durch Seine Gnade wieder zu dem ursprünglichen Bild wiederhergestellt werde. Ostern bedeutet ja, dass es Leben immer nur in der Verbindung mit Jesus gibt. ER ist das Leben. ER schenkt das Leben. ER bewahrt das Leben. ER macht das Leben reich. ER vollendet das Leben. ER verherrlicht das Leben. Da, wo ich im Glauben an Jesus hänge, ist Leben, da ist die Kraft des auferstandenen Herrn in meinem Leben wirksam.

Darum ist Ostern nicht nur eine Episode des Kirchenjahres, sondern der Beginn des Lebens mit Jesus. IHM dürfen wir glauben und nachfolgen. IHM dürfen wir ganz einfältig unsere Sorgen und Probleme anvertrauen und überlassen. Mit IHM dürfen wir fröhlich und getrost unseren Weg gehen. Wenn wir nach dem Motiv Gottes fragen, der uns nicht unserem tragischen Schicksal überlassen wollte, dann stoßen wir immer wieder auf das eine:

Liebe. Gott hat uns lieb. Jede und jeden einzelnen. ER möchte keinen in Seiner ewigen Herrlichkeit vermissen. Darum hat ER SEINEN Sohn Jesus an das Kreuz dahingegeben. Darum hat ER IHN aus dem Tod auferweckt. Darum hat Jesus Menschen zu SEINER Kirche gesammelt:

  1. „Du bist MEIN.“

Unbegreiflich, aber Gott hat keine Berührungsängste zu den Menschen, die den Aufstand gegen IHN gewagt haben. Jesus geht uns nach. Weil ER weiß, wie viel wir von IHM zu bitten haben. Weil ER weiß, dass wir uns ohne IHN im täglichen Einerlei  wie auch in den großen Linien unseres Lebens und in den Perspektiven dieser Welt  verheddern und verirren.

Ostern ist ein Evangelium, ein Angebot, ein Geschenk an uns. Aber es wirkt und hilft und heilt uns nur, wenn wir mitmachen. Wenn wir auf Gottes: „Du bist MEIN“ unser Ja des Glaubens zur Antwort geben. Das ist nicht schwer. Das ist keine Leistung. Sondern das ist die große Freude und Dankbarkeit darüber, dass wir uns aus unserem Tod in Gottes ewiges Leben versetzen lassen.

Es wird Ostern. Weil Gott neues Leben schafft. Greifen wir zu! Lassen wir es nicht an uns vorübergehen! Leben wir mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus, der weiß, was wir brauchen, und hilft, wo wir Mangel leiden, und eine Lebensfreude schenkt, die wir vorher nicht gekannt haben!

Die Bibel ist ein sehr realistisches Buch. Sie weiß um die Not in der Welt und in unserem persönlichen Leben. Sie sagt uns, dass wir auf dieser Erde noch nicht zu Hause sind. Aber sie zeigt uns auch, wie sich mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus an der Seite  ALLES für uns verändert:

So spricht der HERR: „Fürchte dich nicht, denn ICH habe dich erlöst; ICH habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist MEIN!“

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest in der Kraft des auferstandenen Herrn Jesus Christus
und eine beglückende Osterzeit in der Erfahrung, dass das von Gott neu geschenkte Leben der Freiheit
allen Herausforderungen und Nöten unserer Zeit standhält und gewachsen ist!

Ihr
Manfred Schmitt
Pfarrer
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20.05.2020

Der Gemeindebrief (April – Juni 2020) für die Kirchengemeinden Oberasbach und Unterasbach ist nun erschienen und wird voraussichtlich noch vor den ersten Gottesdiensten an die Haushalte verteilt. Wir bitten um Beachtung!

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07.05.2020

Gottesdienste in der St. Michaelskirche Unterasbach und in der

St. Wolfgangskirche Oberasbach wieder ab Sonntag Exaudi, 24. Mai 2020!

Sehr geehrte, liebe Gemeindeglieder,

 

wir freuen uns sehr, dass ab dem 24. Mai 2020 in unseren Kirchen wieder Gottesdienste gefeiert werden können.

 

Gottes Wort trägt unser Leben, es stärkt unseren Glauben, es ermutigt uns und gibt uns Freude und Hoffnung.

Die letzten Wochen waren eine sehr herausfordernde Zeit für das kirchliche Leben in unseren Gemeinden. Völlig unerwartet haben uns die massiven Beschränkungen getroffen, die wir nun hoffen, hinter uns zu lassen.

Wir dürfen bei all dem was wir schmerzlich vermisst haben, dankbar sein, dass die Corona-Pandemie nicht noch schlimmere Ausmaße angenommen hat, dass die Verantwortlichen in Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Gesellschaft konstruktiv zusammengearbeitet und mit hervorragendem Einsatz zu dem heutigen Ergebnis beigetragen haben. Nicht zuletzt danken wir Gott, der uns in seiner Güte und Treue erhält und immer wieder neue Wege öffnet, die wir zuversichtlich und getrost gehen dürfen.

Geduld wird weiterhin nötig sein, aber die Freude an unserem erlösenden Gott darf die Grundmelodie unseres Lebens bleiben, nicht weil alles leicht ist, sondern weil wir in unserem Herrn Jesus Christus einen allmächtigen und guten Hirten an unserer Seite haben.

 

Wir sind für den Wiederbeginn der Gottesdienste an strenge Auflagen gebunden. Dazu verweisen wir auf die in den Schaukästen ausgehängten und nachfolgend auf der Homepage zu findenden Schutzkonzepte.

 

Hier nur in aller Kürze das Wichtigste:

  • Nur Gesunde, die auch nicht unter Quarantäne gestellt sind, dürfen den Gottesdienst besuchen!
  • Gottesdienstbesuch nur nach vorheriger Anmeldung in eigener Kirche (Anmeldung in Oberasbach bis Freitagabend 18.00 Uhr bei Kirchenvorsteher Jürgen Kanzler und Alexander Beck, für Obenbrunn bei Kirchenvorsteherin Carola Föttinger. Anmeldung in Unterasbach während der Bürostunden Mittwoch und Freitag von 09.00 Uhr bis 10.30 Uhr im Pfarramt, Tel. 09834/266)
  • Mindestabstände einhalten (1,5 m vor und 2,0 m in Kirche)
  • Maskenpflicht in der Kirche
  • Händedesinfektionsmittel am Kircheneingang
  • Nur markierte Plätze einnehmen
  • Den Anweisungen des Sicherheitsteams Folge leisten.

 

Das sind unsere Gottesdiensttermine:

Sonntag, 24.05., 9 Uhr in Unterasbach und um 10 Uhr in Oberasbach,

Pfingstsonntag, 31.05., 9 Uhr in Oberasbach und um 10 Uhr in Unterasbach,

Pfingstmontag, 01.06., 9 Uhr in Unterasbach und um

10 Uhr in Oberasbach

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11.04.2020

Ostergruß

 

„Es ist das Befreiende von Karfreitag und Ostern, dass die Gedanken weit über das persönliche Geschick hinausgerissen werden zum letzten Sinn alles Lebens, Leidens und Geschehens überhaupt, und dass man eine große Hoffnung hat.“ Dietrich Bonhoeffer, der vor 75 Jahren als Zeuge des Herrn Jesus Christus im Widerstand gegen Hitler hingerichtet wurde, wusste und hatte eine große Hoffnung.

Diese Hoffnung richtet sich auf den, der sagt: „ICH bin die Auferstehung und das Leben!“ (Johannesevangelium 11,25). Jesus Christus ist auferstanden. Und ER hat Leben. Auch für uns. Das macht Ostern zum Fest des Lebens. Wir freuen uns an den Zeichen des Lebens, die der Frühling in unsere Gärten und Felder und Wälder zaubert. Überall sehen wir frisches Grün und bunte Farben. Aber das Erwachen der Schöpfung ist nur das Abbild. Das eigentliche Leben ist in Christus und kommt von Christus. Ostern ist ein Hoffnungsfest. Das Leben durch den Tod hindurch   ist in Jesus Christus da. Und im Glauben spüren wir es dankbar und tröstlich, auch und gerade jetzt in diesen außergewöhnlichen Zeiten der Corona-Pandemie. Aber wir wissen sehr wohl, dass wir heute noch kein unbeschwertes Leben in grenzenloser Vollendung haben.

Darum setzt Jesus zu der österlichen Botschaft noch eine Wegbeschreibung für uns hinzu: „ICH bin die Auferstehung und das Leben. Wer an MICH glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt!“ Jesus ist auferstanden. Und im Glauben an IHN  gehen wir auf unsere eigene, ganz persönliche Auferstehung zu. Das Leben durch den Tod hindurch ist da. Wir freuen uns von Herzen daran. Und im kindlichen Vertrauen auf Jesus Christus  gehen wir jeden Tag ein kleines Stückchen auf die Vollendung des ganz erfüllten, ewigen Lebens zu.

Ostern durchbricht den Alltag. Wir bekommen eine Perspektive auf das Ziel unseres Lebens. Es geht nicht zugrunde. Es bleibt nicht unvollkommen. Es wird heil und herrlich, denn der Glaube bringt uns an die Lebensquelle, bringt uns zu dem auferstandenen HERRN JESUS CHRISTUS.

Nach dem Osterfest kommt wieder der Alltag. Aber im Glauben fallen wir nicht zurück, sondern wir bleiben auf dem Lernweg zum vollendeten Leben. Dieser Weg hat auch schwierige Abschnitte. Aber alle, die unterwegs sind zu Jesus Christus, dem Leben in Person, können bestätigen: „Dieser Weg ist wunderbar, ich könnte mir keinen anderen mehr vorstellen!“

Gesegnete Ostern! Der HERR ist auferstanden! ER ist wahrhaftig auferstanden!

 

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Möge der auferstandene Herr Jesus Christus Ihnen mit Seiner Kraft des unbesiegbaren Lebens nahe sein und Sie durch diese schwierigen Zeiten als ein guter Hirte hindurchtragen!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr

Manfred Schmitt, Pfarrer

 

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06.04.2020

Gedanken zur Karwoche

Die Karwoche ist eine stille Woche. Während der Corona-Krise ist so Vieles anders. Einiges ist bedrückend. Aber es gibt auch ganz neue Chancen. Gerade weil nicht alles möglich ist, kann das, was oft von den vielen Unternehmungen überlagert wurde, wieder neu hervorkommen und Kraft gewinnen.

Dies gilt auch und ganz besonders für ein bewusstes Erleben der Karwoche. Mit dem Palmsonntag beginnt sie. Jerusalem platzt beim Einzug Jesu aus allen Nähten. „Hosianna“ rufen die Leute voller Begeisterung. Das ist der Hilferuf an den Messias. Wir sehnen uns nach Befreiung, nach dem Heil, nach dem echten, unbeschwerten Leben.

Doch die Stimmung kippt innerhalb weniger Tage. Am Gründonnerstag wäscht der König aller Könige Seinen Jüngern die Füße und wandelt für die Kirche das Passahmahl zum Heiligen Abendmahl, das im Glauben an Jesus: Vergebung und Gnade schenkt. Diese Güter kosten Jesus das Leben: ER wird verraten, gefangen genommen, vom eigenen Jünger verleugnet.

Am Karfreitag geschieht das Unbegreifliche: Jesus, der Gottessohn und Menschensohn, wird vor dem Hohen Rat und dem römischen Statthalter Pontius Pilatus verhört, verhöhnt, verurteilt, gefoltert und muss den Querbalken des Kreuzes selbst zum Hinrichtungsort Golgatha tragen. Dort wird Jesus ans Kreuz genagelt. Der Schuldspruch über dem Querbalken lässt die Schaulustigen wissen: „Jesus von Nazareth, König der Juden“. Nur ganz wenige halten noch zu ihm. Die Masse ist voller Spott und Hass. Jesus leidet unendliche Qualen. Aber die Liebe zu einer in der Sünde verlorenen Menschheit lässt ihn selbst die Trennung von Seinem Vater im Himmel durchhalten. Die Sonne verfinstert sich. Jesus stirbt. Was nun?

Für die Jünger Jesu bricht nicht nur die Welt zusammen, sondern auch ihr Himmel ein. Sie verstecken sich, haben Todesangst. Andere sind noch handlungsfähig. Josef von Arimathäa erbittet sich von Pilatus den Leichnam Jesu. Drei Frauen bereiten Öle und Salben vor, um Jesus die letzte Ehre zu erweisen. Der Karsamstag ist der stille Tag der Grabesruhe Jesu.

Wäre mit dem Ende der Karwoche alles aus, wollte ich nichts davon hören. Aber die Karwoche findet eine Fortsetzung, mit der kein Mensch gerechnet hat. Erst das Osterfest setzt die Karwoche in das rechte Licht: Jesus ist nicht gescheitert; ER nimmt meinen Tod auf SICH, damit ich leben darf!

 

Mit herzlichen Segenswünschen für die Karwoche

Ihr Manfred Schmitt, Pfarrer

 

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30.03.2020

Liebe Gemeindeglieder in unseren Kirchengemeinden Oberasbach-Obenbrunn und Unterasbach-Frickenfelden!

Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Die Rücksicht auf den Anderen und die Vorsorge für die eigene Gesundheit erfordern es, voneinander Abstand zu halten. Das fühlt sich sehr merkwürdig an, tut weh und kann immer wieder Angst und Beklemmung auslösen.

Für unser kirchliches Leben vor Ort hat das traurige Folgen: Gottesdienste können nicht stattfinden, nicht einmal in der Karwoche und an Ostern. Auch die Konfirmation musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Posaunenchöre, Kindergottesdienstteam und Hauskreis können sich nicht mehr treffen. Selbst der Kirchenvorstand ist zurzeit nur telefonisch und per Mail in Kontakt.

Aber nicht alles ist unterbunden. Das Pfarramt ist telefonisch und über das Internet zu erreichen, um Fragen zu klären oder Sorgen auszusprechen.

Es ist einfach schön, wenn zurzeit Choräle von Mitgliedern unserer Posaunenchöre aus den Wohnzimmerfenstern über die Häuser und Straßen erschallen. Für die Kinder wollen wir zu Ostern noch etwas auf die Homepage stellen.

In den Schaukästen am Pfarramt, bei der St. Michaels-Kirche in Unterasbach sowie bei der St. Wolfgang-Kirche in Oberasbach und (eingeschränkt) an der Kapelle Frickenfelden sind aktuelle Hinweise und Gedanken zu finden. Und die Homepage der Kirchengemeinde wird momentan ganz besonders wichtig. Bitte nutzen Sie die Homepage für Informationen und auch für das geistliche Leben, wie zum Beispiel über den Link zu dem „Geistlichen Begleiter durch die Passionszeit“ sowie dem „Geistlichen Begleiter durch die Karwoche und die Ostertage“ von Pfarrer Martin Fromm, die er uns freundlicherweise online zur Verfügung stellt, damit wir während der Passionszeit und des Osterfestes zuhause ohne Schwierigkeiten Andachten feiern können, die uns der Güte, Liebe und Treue unseres Heilandes Jesus Christus versichern.

 

Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten. Das ist wahr. Aber während unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, hat sich an den Möglichkeiten unseres Herrn Jesus Christus nichts geändert. ER sitzt zur Rechten Gottes. IHM ist übergeben alle Gewalt im Himmel und auf der Erde. ER ist der treue Heiland, der unsere Last und Schuld am Kreuz überwunden hat. ER ist der Sieger von Ostern, die Quelle des Lebens für heute und die Zukunft und durch den Tod hindurch in alle Ewigkeit. Daran hat sich nichts geändert. Darum gehen wir auch in diesem Corona-Jahr 2020 dankbar und andächtig durch die Passionszeit und feiern getrost und zuversichtlich und fröhlich das Osterfest. Auch 2020 ist ein Jahr des HERRN Jesus Christus!

Ihr

Manfred Schmitt, Pfarrer

PS.: Bitte weisen Sie auch andere Gemeindeglieder auf unsere Homepage hin! Sie ist leicht zu erreichen über Dekanat Gunzenhausen/Kirchengemeinden/Frickenfelden-Oberasbach-Unterasbach.

https://www.dekanat-gunzenhausen.de/index.php?id=0,742

 

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Liebe Gemeindeglieder,

 

über folgenden Link kommen Sie sowohl zu einem geistlichen Begleiter durch die Passionszeit als auch zu einem geistlichen Begleiter durch die Karwoche und die Ostertage, erstellt jeweils von Pfarrer Martin Fromm, Mitglied des Leitungskreises der Gesellschaft für Innere und Äußere Mission im Sinne der lutherischen Kirche (Neuendettelsau).

Mit diesen geistlichen Begleitern können Sie Hausandachten in der Passions- und Osterzeit durchführen.

https://gesellschaft-fuer-mission.de/arbeitsgebiete/publikationen/

 

 

 

Gottes Segen zu diesem Gedenken an unseren Herrn Jesus Christus, der uns liebt und trägt!

 

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Liebe Gemeindeglieder in Unterasbach mit Frickenfelden

und Oberasbach mit Obenbrunn!

Die derzeitige Fastenaktion der evangelischen Kirche lautet: „Zuversicht! – Sieben Wochen ohne Pessimismus.“ Ich finde, das ist eine ganz schöne Herausforderung! Gerade in diesem Jahr scheint es noch mehr Grund für Pessimismus zu geben als sonst. Angefangen vom Corona-Virus, das uns täglich vor eine neue Gefährdungslage stellt und sehr stark eingreift ins Gesundheitswesen, das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaftsentwicklung über die neue Eskalationsstufe der Flüchtlingsnot, die vor allem durch Machtinteressen und Kriegshandlungen verursacht ist, bis hin zu den alten, unerledigten Aufgaben der Welt im Großen und zu den persönlichen Krisen und Sorgen gibt es so Vieles, was unsere Zuversicht angreift und unserem Pessimismus scheinbar unbeschränkte Nahrung gibt.

Wenn wir allerdings sehen, dass sich die Fastenaktion auf die Passionszeit bezieht, in der wir das Leiden und Sterben unseres Herrn und Heilands Jesus Christus betrachten, ändert sich unsere Lage. Wir lernen, zwischen den aktuellen Schwierigkeiten und dem großen Sinn und Ziel unseres Lebens zu unterscheiden. Wer Zuversicht hat, der muss ja nicht alles schön finden, was ihn gerade bewegt; aber er weiß, dass er auf der Seite des Siegers steht, und mit diesem Zutrauen kann er auch seinen allzu verständlichen Pessimismus überwinden. Die christliche Gemeinde besteht nicht aus Berufs-Sanguinikern, für die immer die Sonne scheint, weil sie einfach keine Probleme sehen. Wir Christinnen und Christen sind Realisten, die sehr wohl das Leid und die Anfechtungen unserer Zeit spüren und sehen, dabei aber den nicht vergessen, der über allem steht: Unser Herr Jesus Christus ist auferstanden! ER hat den Tod besiegt, und ER führt Seine Gemeinde durch den Glauben unaufhörlich und unaufhaltsam in das echte und ewige Leben, das ER schenkt.

Hier kommt nur der Glaube mit. Der Unglaube sieht, wie alles den Bach hinuntergeht. Der Glaube aber sieht den lebenschaffenden Gott am Werk. Und so kann der Glaube auch Notzeiten unbeschadet überstehen, will er weiß, wie und wo Gottes Wege enden.

Martin Luther war ein Mann des Glaubens. Und dieser Glaube war kein frommer Wunsch, sondern eine ganz reale Kraft. So konnte Luther ganz nüchtern sagen: „Wenn Gott lebendig macht, dann tut er es durch den Tod hindurch.“ Das war bei Jesus so. Nach Seinem Leidensweg starb ER am Kreuz auf Golgatha. Aber das war nicht die Endstation. Gott hat diesen Jesus aus dem Tod auferweckt und IHM alle Macht im Himmel und auf der Erde übergeben. Und diese Macht setzt Jesus, der Herr, zur Erfüllung und Vollendung der Heilsgeschichte Gottes ein.

Das griechische Wort für „Kirche“, also die Gemeinschaft der Menschen, die an den Dreieinigen Gott glaubt und Jesus nachfolgt, bedeutet eigentlich: die Gemeinde, die aus dem Machtbereich des Todes heraus  in das Leben aus Jesus gerufen ist. Jesus ist uns vorausgegangen. Wir werden IHM folgen. Durch den Tod ins Leben. Denn der Glaube verbindet uns untrennbar mit Jesus Christus, der Lebensquelle.

Von daher stellt sich die Frage nach Pessimismus und Zuversicht ganz neu. Es geht weder um starke Nerven noch um ein fröhlich gestimmtes Temperament. Es geht um den Glauben, der uns mit dem Ostersieger zusammenschließt. Der Glaube ist das höchste Gut, das es in dieser Welt gibt. Denn er schenkt uns nicht vergängliche Werte, die uns früher oder später nichts mehr nutzen. Der Glaube schenkt uns ewige Werte: die Gerechtigkeit vor Gott; Gottes Gnade; Frieden mit Gott; begründete Zuversicht; Freude, die Zukunft hat; ein sinnvolles Leben im Dienst für Jesus Christus auf dieser Welt; und ein herrliches Leben in der Gemeinschaft mit dem Dreieinigen Gott in der ewigen Welt.

Es schmerzt mich sehr, dass in unserer modernen Welt das Osterfest für viele Zeitgenossen offensichtlich zu einem bloßen Frühlingsfest verkommen ist. Denn Ostern ist etwas ganz anderes als Frühlingsblumen an einem lauen Sonnentag oder bunt eingepackte Schokoladeneier im grünen Nestchen.

Ostern ist Leben durch den Tod hindurch. Leben, das wir brauchen. Leben, das uns im Glauben an den auferstandenen Herrn Jesus Christus geschenkt wird.

Das Leben aus der Kraft des Osterwunders heraus gibt uns nicht nur in den sieben Wochen der Passionszeit eine tiefe Zuversicht.

An jedem Tag des Jahres wissen wir den Ostersieger Jesus Christus an unserer Seite:

 

Jesus lebt! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,

keine Mach der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.

Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.

Welchen Trost in Todesnot wird ER meiner Seele geben,

wenn sie gläubig zu IHM spricht: „Herr, Herr, meine Zuversicht!“

Christian Fürchtegott Gellert / EG 115, 5+6

 

Für die Wochen der Passionszeit in der jetzigen Krisenlage und

für das Osterfest und die österliche Freudenzeit

wünsche ich Ihnen die ganze Zuversicht auf den

Ostersieger und Herrn des Lebens: Jesus Christus!

Ihr

Manfred Schmitt,

Pfarrer

 

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Gottesdienst am 3. Sonntag nach Trinitatis in Oberasbach mit Herrn Pfarrer Schmitt
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Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis in Unterasbach mit Herrn Pfarrer Schmitt
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Konfirmandenelternabend der Unterasbacher-Frickenfelder Gruppe
Konfirmandenelternabend der Unterasbacher-Frickenfelder Gruppe
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